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Sonntag, 05.02.2012

Zusammenleben der Generationen

Damit Menschen sich dauerhaft im Oberbergischen Kreis wohlfühlen, müssen wir in unserem ländlich geprägten Kreis den veränderten Anforderungen für ein intaktes Zusammenleben gerecht werden.

Attraktive und zukunftssichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze sind ebenso von Bedeutung wie die so genannten weichen Standortfaktoren. Hierzu zählen eine wohnortnahe Versorgung mit Kindertageseinrichtungen und Schulen, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, eine gute ärztliche Versorgung sowie ein interessantes kulturelles Angebot. Durch die Arbeit der Polizei in unserem Kreis haben wir einen der sichersten Kreise in NRW.

Wir wollen das Angebot von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige weiter ausbauen. Die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren ist ein weiteres Angebot für Familien, um kleine und große Probleme schnell und unbürokratisch zu erkennen und Hilfestellungen zu geben.

Städte, Gemeinden und der Kreis haben ein hervorragendes Angebot an allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs, die alle Möglichkeiten der schulischen Bildung und Ausbildung anbieten. Wichtig ist der Ausbau aller Schulformen zu Ganztagsschulen. Für die Anforderungen der beruflichen Ausbildung oder der Aufnahme einer Universitäts- oder Fachhochschulausbildung müssen unsere Kinder und Jugendlichen die beste Förderung bekommen.

Die Fachhochschule ist außerdem ein wichtiger Know-how-Träger für die Wirtschaft in den umliegenden Städten und Gemeinden und dem gesamten Oberbergischen Kreis.

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Gewissheit für Eltern wichtig, dass ihre Kinder tagsüber nicht nur betreut, sondern in ihrer schulischen und sozialen Entwicklung gefördert werden. Sozial schwächere, so wie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund erhalten so Chancengleichheit für ihr weiteres Leben.

Auch aus diesem Grund unterstützen und fördern wir das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit durch Sozialverbände, Vereine und Kirchen. Gerade diese Arbeit ist in unseren Städten und Dörfern ein wichtiges soziales Bindeglied, das Zusammenhalt und Freizeitangebote schafft und mit Vorbildcharakter die Verantwortung der Generationen füreinander zeigt.

Im ländlichen Raum besteht eine lange Tradition des Zusammenlebens der Generationen. Wir wollen die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum zu bezahlbaren Preisen, der dem Wunsch der älteren Menschen nach einem selbständigen Leben gerecht wird. Wohnungsangebote sind so umzugestalten, dass sie den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen, aber auch eine intensive Pflege im Alter ermöglichen. Die Beratung der unterschiedlichen Möglichkeiten von häuslicher Pflege muss vernetzt werden.

Denn die demografische Entwicklung, die auch im Oberbergischen Kreis bereits zu Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung führt, wird unser Leben verändern.

Die CDU-Kreistagsfraktion hat im Jahr 2005 folgenden Antrag gestellt:

Die Kreisverwaltung wird beauftragt, mit allen im Oberbergischen Kreis in Frage kommenden gesellschaftlichen Gruppen, Vertretern von Handel, Handwerk, Gewerbe und Arbeitnehmerschaft, Institutionen und Entschei-dungsträgern einen Dialog zu eröffnen mit dem Ziel, im Oberbergischen Kreis Strukturen zu schaffen, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Der Beschluss des Kreistages hat zum Oberbergischen Bündnis für Familien geführt.

Wir wollen die Zukunft des Oberbergischen Kreises für alle Generationen menschlich gestalten. Die Kreisverwaltung unter Führung von Landrat Hagen Jobi ist vorbildlich und führend als familienfreundlicher Kreis.

Dafür wurde sie von der Hertie-Stiftung für ihre familienbewusste Personalpolitik mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Das Demografieforum des Oberbergischen Kreises erarbeitet gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Lösungen für Herausforderungen der Zukunft, insbesondere in den Handlungsfeldern

  • Bauen, Planen, Wohnen unter neuen Rahmenbedingungen
  • Wirtschaften in einer neuen Gesellschaft
  • Generationsübergreifendes Miteinander
  • Jugend im gesellschaftlichen Wandel

Die CDU und Landrat Hagen Jobi handeln gemeinsam nach dem Motto: Erfolgreich für die Menschen des Kreises:

  • Familie
    Erziehungsberatungsstellen Aufbau eines Frühwarnsystems zur Erkennung von Vernachlässigungen von Kindern
    Sozialpädagogische Arbeit der Jugendämter für eine präventive Jugendarbeit Wohnortnahe Kindertageseinrichtungen - Ausbau als Familienzentren – Tagemütternetz
  • Schule
    Nutzung der Möglichkeiten des NRW-Schulgesetzes zum Erhalt wohnortnaher Grund- und Hauptschulen
    Berufskollegs des Oberbergischen Kreises als Mittelpunkt für berufliche Aus- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit Schulen, Ausbildungsinitiativen, Arbeitgebern Schulpsychologischer Dienst - Sozialarbeiter an den Berufskollegs

  • Senioren
    Aufbau einer integrierten Senioren- und Pflegeberatung
    Wohnortnahe, trägerunabhängige, neutrale und kostenlose Beratung
    Bedarfsgerechter Ausbau von Hilfe und Unterstützungsleistungen
    Förderung und Unterstützung von alternativen Wohnformen - betreutes Wohnen - Mehrgenerationenhäuser - altersgerechter Wohnungsbau

  • Soziales
    Zugang zu Sozialleistungen - wohnortnah und unbürokratisch
    ARGE - Vermittlung und Weiterbildungsangebote für Arbeitssuchende
    Integration der ausländischen Mitbürger/innen - Koordinierung und Ausbau der Angebote

  • Gesundheit
    Sicherstellung der wohnortnahen allgemein- und fachärztlichen Versorgung
    Erhalt und Ausbau des medizinischen Angebots des Klinikum Oberberg mit den Kreiskrankenhäusern Gummersbach und Waldbröl
    Sicherung der Krankenhäuser in Engelskirchen, Lindlar, Wipperfürth und Radevormwald
    Ausbau des geriatrischen Angebotes
    Ausbau der Prävention im Gesundheitswesen