Natur, Umwelt und Landwirtschaft
Der in vielen Teilen durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung, aber auch durch industrielle Geschichte geprägte Oberbergische Kreis verfügt über Natur- und Kulturlandschaften, die durch vergleichsweise geringe Umweltbelastung, durch die Schönheit der Natur und durch die Vielfalt der tierischen und pflanzlichen Lebensräume ausgezeichnet sind. Vorrang unseres politischen Handels ist dabei immer, die natürlichen Lebensgrundlagen mit ihren wichti-gen Ressourcen Wasser, Boden und Luft zu erhalten, bzw. zu verbessern. Unsere Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung müssen immer im Kontext des internationalen Klimaschutzes, der Innovationsförderung unserer For-schung und Industrie und im Sinne des Verbraucherschutzes durchgeführt werden.
Die Bewahrung der ökologischen Vielfalt unserer Heimat ist uns ein wichtiges Anliegen. Durch Erhalt von Landschaftsbestandteilen, durch Vernetzung von Landschaftsstrukturen und durch verstärkte Aufklärung, wie wichtig die Artenvielfalt nicht zuletzt für uns als Mensch ist, wollen wir darauf hinwirken, die ökologische Situation zu verbessern. Ein sorgsamer Umgang mit Flächen hat oberste Priorität, entsprechender Ausgleich bei Beanspruchung mit Aufwertungen muss selbstverständlich sein. Durch Förderung und Vermittlung von kommunaler Zusammenarbeit wollen wir den Flächenverbrauch einschränken, wir berücksichtigen die Veränderung der Bevölkerungsstruktur. Aber auch die Prägung unserer Region durch Land- und Forstwirtschaft soll erhalten bleiben, nur durch diese Nutzung ist im Laufe der Jahrhunderte die heutige oberbergische Landschaft entstanden.
Wir setzen in dem Bereich Abfall weiter auf die Vermeidung und auf die Wiederverwertung von Abfällen. Erst danach steht die umweltverträgliche Beseitigung der nicht mehr verwertbaren Reste. Mit dem Verwertungszentrum Leppe haben wir im Oberbergischen Kreis Verantwortung für die gesamte bergische Region übernommen und engagieren uns dort für weitere Arbeitsplätze in der Recyclingbranche. Die mit der Regionale 2010 einhergehende Umwandlung der Leppe-Deponie in einen „Lernstandort“ und die Entwicklung eines „nachhaltigen Gewerbegebietes“ wollen wir forciert vorantreiben, um moderne Recyclingtechnologie weiter zu verbreiten. Die energetische Nutzung biogener Abfälle eröffnet neue Perspektiven, die wir nutzen wollen.
Nach den Erfahrungen in den letzten Jahren mit den Stürmen und den Regenereignissen wollen wir den Hochwasserschutz vorbeugend betreiben. Nach dem Prinzip „Vorsorge statt Nachsorge“ sollen Überschwemmungsrisikogebiete nicht mehr als Siedlungs- und Gewerbegebiete ausgewiesen wer-den. Wir versuchen auch, weitere Retentionsflächen zu schaffen. Hochwasserschutz ist auch durch weitere Waldaufforstungen zu erreichen, hier forcieren wir die Aufforstung von Mischwäldern.
Die Land- und Forstswirtschaft wird auch künftig prägender Faktor im Oberbergischen Kreis sein, der Landwirtschaft obliegt die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung, dafür müssen auch in Zukunft Flächen zur Verfügung stehen. Dass diese so schonend wie möglich bearbeitet werden, weiß nicht zuletzt der Landwirt selber. Wir wollen auch, dass die Landwirte für Ihre Erzeugnisse faire Preise erwirtschaften können. Nicht zuletzt gewinnt die Produktion „biologischer“ Produkte immer mehr an Bedeutung. Damit einher geht auch die eher regional orientierte Produktion. Diese beiden Entwicklungen geben auch unseren Landwirten neue Chancen, deren Nutzung wir unterstützen. Als Pfleger des Kulturraumes haben die Landwirte eine wichtige Funktion, sie erhalten die Naherholungsräume für unsere Nachbarn, aber auch für uns selber. Die Stärkung des Tourismus und der Naherholung erschließt nicht zuletzt neue Einnahmequellen.
Besondere Initiativen und bedeutsame Projekte in der Wahlperiode 2004-2009:
- Kommunalentwicklung berücksichtigende Umsetzung der Landschaftsplanung
- Gründung des Bergischen Kultur-Landschaftsfonds
- Gründung der „Bergischen Agentur für Kulturlandschaft“ bei der Biologischen Station Oberberg
- Unterschutzstellung Puhlbruch
- Metabolon - Forschungs- und Gewerbestandort Leppe

