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Montag, 06.02.2012

Kreisentwicklung, Verkehr und Mobilität

Landes- und Regionalplanung müssen den Wirtschaftsstandorten im Ländlichen Raum zusätzliche Entwicklungsfreiräume ermöglichen. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, dass auch in Zukunft ein Flächenpotential zur Verfügung steht, das eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht.

Eine wichtige Funktion für Planungen im ländlichen Raum besteht in der interkommunalen Zusammenarbeit, die in einigen Bereichen des Oberbergischen Kreises, auch grenzübergreifend mit der Stadt Remscheid, vorbildlich praktiziert wird. In Zukunft wird diese Form der Zusammenarbeit über den Bereich der Planung und Ausweisung von Gewerbegebieten hinaus eine immer größere Bedeutung erlangen.

Die Verkehrsinfrastruktur ist für Menschen und Wirtschaft unseres Kreises von entscheidender Bedeutung. Mobilität zwischen Wohnorten, Arbeitsplätzen, Infrastruktureinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten durch eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur zu sichern, gehört zu den Kernaufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dabei ist davon auszugehen, dass die zu erwartenden demographischen Veränderungen auch veränderte Nachfrage-muster für den Straßenverkehr und den ÖPNV mit sich bringen.

Im Straßenbau müssen die knapper werdenden kommunalen und Landesmittel zielgerichtet eingesetzt werden, um das vorhandene Netz leistungsfähiger zu machen. Vorrangig gilt es, Lücken zu schließen und Ortskerne vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Der auch weiterhin zunehmende überregionale Verkehr erfordert Verbesserungen im Bundesverkehrswegenetz, in Oberberg vor allem durch die Verbesserung der Nord-Süd-Verbindung.

Im öffentlichen Personennahverkehr wird die zum Teil erhebliche Zunahme an älteren Menschen, die Abnahme von Schülerverkehren und damit eine insgesamt geringere Nachfrage zu einer notwendigen Flexibilisierung des ÖPNV führen. Eine ergänzende bedarfsgesteuerte Angebotspalette kann so unterschiedliche Formen wie z.B. Bürgerbusse, Rufbusse, Taxibusse, Anruf-sammeltaxis und Eventverkehre umfassen. Nahverkehrspläne müssen stän-dig an die Rahmenbedingungen hinsichtlich Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Arbeitsplatzsituation und Siedlungsentwicklung angepasst werden.

Im schienengebundenen Nahverkehr gilt es, die Bahnlinie Köln Marienheide durch Ausbau und Modernisierung zu stärken. Die CDU sieht in der geplanten Weiterführung der Strecke bis Meinerzhagen ab 2013 einen großen Erfolg ihrer langfristigen Bemühungen und wird sich darüber hinaus weiterhin für die Fortführung der Bahnlinie bis Brügge einsetzen. Damit wird der Anschluss an das überregionale Schienennetz auch in Richtung Norden und Osten erreicht.

Besondere Initiativen und bedeutsame Projekte in der Wahlperiode 2004-2009:

  • Aufbau eines Demographieforums Oberberg
  • Neuer Verkehrsvertrag Kreis / OVAG über gemeinwirtschaftliche Ver-pflichtungen
  • Gutachten über Qualität und Kostendeckungsgrad OVAG
  • Reaktivierung der Schienenstrecke Marienheide-Meinerzhagen und Einstellung in den Infrastruktur-Bedarfsplan des Landes

Für die kommenden Jahre arbeiten wir schwerpunktmäßig an folgenden Aufgaben:

  • Strategien zum demographischen Wandel in Oberberg
  • Entwicklung des Schienenverkehrs und des ÖPNV
  • Flächendeckender Ausbau des Breitband-Internetzugangs
  • Der Oberbergische Kreis und seine Stellung in der Region